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Magnus Lindkvist

Der Mann, auf den die Zukunft hört

Das Morgen findet heute statt.

Der Futurologe Magnus Lindkvist weiß, wie Fortschritt entsteht.

Er ist einer der renommiertesten Redner, wenn es um das Thema Zukunft geht: Der Schwede Magnus Lindkvist hat weit über tausendmal auf einer Bühne gestanden, um seinen Zuhörern zu erklären, was die Zukunft bringt. Und dass man sie eben nicht vorhersehen kann: Weil es die Zukunft gar nicht gibt und sie deshalb auch nicht eines Tages über uns kommen wird wie ein Gewitter. „Das Heute ist voller toter Ideen und Symbole. Die Zukunft ist kein Zustand oder Szenario, sie ist eine Aktivität.“ Ein konstanter Prozess, den wir selbst bestimmen können und müssen. Die Zukunft ist variabel, und wir steuern sie. Heute und morgen.

Lindkvist ist ein begnadeter Redner. Erprobt durch zahlreiche TED-Talks und Veranstaltungen mit staunenden Managern. Deshalb war er Mitte März auch zum Corporate Summit der BSH im Jubiläumsjahr 2017 geladen. In einem auffallenden, roten Sakko und mit grünem Schal erklärte er 500 internationalen Managern der BSH, wie sie sich auf die Zukunft nicht nur vorbereiten, sondern sie vor allem gestalten können.

„Es geht um vertical change, vertikale Veränderung“, so der Futurologe. „Sonst wird Europa das Museum der Welt. Man darf nicht wollen, was alle wollen. In den meisten Unternehmen wird nur über horizontales Wachstum nachgedacht: Wie kann ich mehr von dem bekommen, was ich habe. Aber die Magie liegt im Neuen.“

In Lindkvists Denken müssen sich Unternehmen entscheiden, wofür sie ihre Kräfte einsetzen: für Wettbewerb oder für Kreativität. Und für Lindkvist ist die Entscheidung klar: Wer die Zukunft gestalten will, kann das nur mit Kreativität tun. „Kreation bedeutet Befreiung“, so der Schwede, der übrigens ein großer Fan von Rammstein-Sänger Till Lindemann ist. „Wir leben in einer discontinuous world, einer Welt, die sich nicht einfach linear weiterentwickelt. Es kommen völlig neue Dinge hinzu, vor allem im Bereich der Biotechnologie.“

Marken mit Zukunft müssten in einer sich ständig verändernden Welt drei wesentliche Dinge beherzigen:

  • Eine Konsistenz ihrer Werte, denn das würde ihnen Wiedererkennbarkeit, ein Profil, geben.
  • Anteilnahme, denn davon gäbe es viel zu wenig und sie koste obendrein nichts.
  • Verzauberung, denn „bei Technologie geht es darum“, so Lindkvist, „Magisches Realität werden zu lassen“.

Wer sich als Unternehmen eine Zukunft verschaffen wolle, solle sich an einigen Regeln orientieren, die auch für die BSH Gültigkeit hätten:

  • Ignorieren Sie Trends, schauen Sie woanders hin. Suchen Sie Verstecktes, Unbekanntes, Geheimnisvolles.
  • Experimentieren Sie, bleiben Sie beweglich. Der Fortschritt braucht Fehler.
  • Haben Sie Geduld. Wir brauchen Optimismus und Ausdauer, um neue Ansätze und Lösungen zu entwickeln.

„New ideas“, so der Mann, auf den die Zukunft hört, „are born in noise, not in silence – neue Ideen entstehen inmitten lauten Lärms, nicht im Stillen.“

Im Anschluss an seinen Auftritt bei der BSH Management-Konferenz stand Magnus Lindkvist Moderatorin Dagmar Binder für ein kurzes Interview zur Verfügung, das Sie hier sehen können.

Text: Peter Würth

Foto ©Darren Jacklin

Video ©Prio Intermedia GmbH

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