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Koert van Mensvoort Ein Donnerstag im Jahr 2067

Von sprechenden Wänden, Fleischinkubatoren und SuperGardens.

Koert van Mensvoort, Künstler und Philosoph, stellt sich einen Donnerstag im Leben seiner Protagonistin Emma vor, einer jungen schwangeren Frau im Jahr 2067.

Eine Brücke in die Zukunft

„Menschen sind Menschen“, sagt Koert van Mensvoort. „Manche Dinge ändern sich nie. Andere so sehr, dass wir sie uns heute kaum vorstellen können.“ Das Tagebuch seiner Protagonistin Emma über einen Donnerstag im Jahr 2067, beschreibt einige radikale Veränderungen, aber auch Dinge, die möglicherweise genau so geblieben sind wie heute. Im Zentrum seiner Vorstellungen steht weniger die Technologie als die Art und Weise, wie die Menschen leben werden.

„Wir stehen an einem Scheideweg“, sagt van Mensvoort. „Wir begreifen allmählich, dass die Technik nicht nur uns dient; inzwischen dienen wir – bis zu einem gewissen Grad – auch der Technik. Das ist ein ganz normaler Vorgang, denn wir verändern uns gemeinsam mit der Technik. Sie unterstützt uns, schenkt uns Gesundheit, Unterhaltung, ein längeres Leben, genug zu essen – lauter wunderbare Dinge. Aber jetzt müssen wir uns fragen: Wohin wollen wir uns entwickeln? Meiner Meinung nach brauchen wir inzwischen ein ‚Moment mal’! Immer, wenn wir neue Technologien entwickeln, bringen sie neue Fähigkeiten und Möglichkeiten mit sich, aber auch neue Risiken und Probleme. Es ist eine Geschichte, die sich immer wiederholt. Wir spielen schon seit Jahrhunderten mit dem Feuer und werden es auch weiterhin tun. Jetzt müssen wir überlegen, wie wir die Beziehung zur Technologie auf eine Weise entwickeln können, die uns Menschen auf eine neue Ebene hebt. Technik sollte unsere Schwächen mindern und bestenfalls Träume möglich machen. Ich glaube, das ist der Weg, den wir einschlagen müssen.“

Koert van Mensvoort, der in seinen eigenen Worten ein „Videospiel-Freak“ war, der mit 15 Jahren sein eigenes Unternehmen führte, sieht die uns umgebende Technologie als „zweite Natur“. In seiner täglichen Arbeit erforschen er und sein Team diese zweite Natur und stellen dabei Fragen: Wie kann Technik zur Natur werden? Welche Dynamik zeigt sie? Wie können wir in dieser neuen Welt etwas gestalten und herstellen, wie können wir darin leben? „Wir forschen in verschiedenste Richtungen“, so Mensvoort. „Stellen Sie sich einen Supermarkt vor, der künstlich gezüchtetes Fleisch anbietet, also Fleisch aus der Petrischale. Wir werden für Fleisch keine Tiere mehr schlachten müssen, das ist nachhaltiger und tierfreundlicher. Wir arbeiten aktuell an einer Währung für ökologische Werthaltigkeit – das ist eine Riesengeschichte. Aber der wirklich große Schritt wird die allgegenwärtige künstliche Intelligenz in unserem Zuhause sein, die uns die Befriedigung unserer Bedürfnisse erleichtert. Ich kann die Zukunft nicht vorhersehen“, fasst er zusammen. „Ich kann nur verschiedene Zukunftsoptionen erforschen, ich kann nur versuchen, potenzielle Szenarien zu erfassen und eine Brücke in die Zukunft zu schlagen.“

Der Künstler und Philosoph Koert van Mensvoort ist vor allem für seine Arbeiten zum philosophischen Konzept der „Next Nature“ bekannt. Ziel des Niederländers ist es, unsere ko-evolutionäre Beziehung zur Technologie besser zu verstehen und die Weichen für eine Zukunft zu stellen, die dem Wohl der Menschheit und des gesamten Planeten dient. Der Antrieb zu all seinem Schaffen ist eine starke persönliche Faszination für den allumfassenden Einfluss von Medien und Technologien auf den Alltag der Menschen und die Gesellschaft insgesamt. Van Mensvoort ist Experte für zukünftiges menschliches Leben im Spannungsfeld zwischen Technik und Natur. Van Mensvoort ist Leiter des Next Nature Network.
www.mensvoort.com/work/

Illustrationen Menschen: sitzendes Mädchen ©iStock; alle anderen©Shotshop

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