Schließen Sicherheitshinweise für Gas-Standherde. Bitte klicken Sie hier.
Ted Selker

Ted Selker Ein Freitag im Jahr 2067

Umgeben von Werten.

Ted Selker, Computerwissenschaftler, Erfinder und Tüftler im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion, stellt sich einen Freitag im Leben seines Alter Egos vor: eines Schwimmers im Jahr 2067.

Technik wird uns zuarbeiten und uns weiterentwickeln

Ted Selker ist ein Universalgenie, das sich in großen Unternehmen und an Universitäten einen Namen gemacht hat. Ein Großteil der innovativen Ideen im IBM Thinkpad stammt zum Beispiel von ihm, und schon 1981 befasste er sich an der Stanford University in einer Gruppe namens User System Ergonomics mit dem Thema Mensch-Computer-Interaktion. Doch dann war er „die Wissenschaft leid und beschloss, den Menschen zu helfen.“ Er merkte, „dass die Vorstellung, künstliche Intelligenz mit Menschen interagieren zu lassen, um ihnen das Leben zu erleichtern, ganz wesentlich für mich ist“.

Als Pionier für adaptive Hilfssysteme designt er ständig hilfreiche Dinge wie intelligente Löffel, die Temperatur und Salzgehalt messen, drahtlose Instrumententafeln für Autos oder auch Kleinstgeneratoren, die Strom aus Luft gewinnen.

Für die Zukunft sieht uns Selker umgeben von Smartbots (automatisierten Computerprogrammen), die sich in zwei Kategorien einteilen lassen: „Bots, die Dinge für uns erledigen, und Bots, die uns etwas beibringen. Für mich stellt es ein interessantes Spannungsfeld dar, inwieweit wir uns alle Arbeiten abnehmen lassen oder aber uns beibringen lassen, wie wir sie besser machen können. Während meiner Arbeit am autonomen Auto entwickelte ich fast ausschließlich Assistenzsysteme, die uns zu besseren Autofahrern machen. Wenn wir autonome Fahrzeuge entwickeln, dann nicht nur, um die Menschen fett und faul werden zu lassen.“

In Ted Selkers Vision „werden wir fantastische Unterstützung für unser Gedächtnis erhalten und jenen Zugriff auf alle Informationen, den wir uns immer erträumt haben. Andererseits werde ich aber auch ständig mit Dingen konfrontiert werden, über die ich keine Kontrolle habe – auf dem Bildschirm, auf dem Handy, im Auto. Alles versucht, meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ich wünsche mir Technik, die mir hilft, mich zu fokussieren und mir gleichzeitig aller verfügbaren Informationen bewusst zu sein. Mein Traum ist: 2067 werden diese Entscheidungen im Zusammenspiel gefällt. Ich bekomme eine Information, weil ich sie in diesem Moment brauche, weil ich sie wollte und weil ich sie als wichtig eingeordnet habe.“

Selker hofft, dass „die Technik uns zuarbeiten und uns weiterentwickeln wird. Und wir werden gemeinsam mit ihr lernen.“ Die Technik selbst ist für ihn sekundär, ihn treiben vor allem die Menschen und ihre Interessen an. „Wir verändern uns viel langsamer als die physische Realität da draußen“, sagt er. „Dank der Technik können wir unsere Möglichkeiten viel tiefer ausloten als früher.“ Weil materielle Dinge immer billiger werden, „werden die Menschen viel mehr Zeit für Wissenschaft, Kunst oder Religion aufwenden“, prophezeit Selker. „Uns erwarten enorme spirituelle Veränderungen.“

Ted Selker ist ein US-amerikanischer Informatiker und für seine Erfindungen im Bereich der Benutzerschnittstellen bekannt. Sein besonderes Interesse gilt der Erfindung, der Forschung und dem Innovationsmanagement, der Bewertung menschlicher Faktoren sowie dem Thema Smart Kitchen. Selker ist als Entwickler und Tester neuer Szenarien für die Arbeit mit Computersystemen berühmt geworden und präsentiert strategische Chancen innovativer Technologien. Ted Selker ist Associate Director des CyLab Mobility Research Center an der Carnegie Mellon University. Er war zehn Jahre lang als Privatdozent am MIT Media Lab tätig, wo er die Gruppe für Context Aware Computing ins Leben rief, das Caltech/MIT Voting Technology Project mitleitete und einer Forschungsgruppe zur Entwicklung der Küche der Zukunft vorstand.
www.ted.selker.com

Illustrationen ©Rinah Lang

Media cart Kontakt Nach oben