Schließen Sicherheitshinweise für Gas-Standherde. Bitte klicken Sie hier.

Xiaojing Huang Ein Sonntag im Jahr 2067

Wie Virtual Reality soziale Kontakte verbessern kann.

Xiaojing Huang, Visionärin, Trendexpertin und User Experience Designerin, stellt sich einen Sonntag im Leben ihrer Protagonistin Shihan vor, einer jungen chinesischen KI-Entwicklerin, die im Shanghai des Jahres 2067 lebt.

Protagonistin: Shihan Wang
Geschlecht: weiblich
Geboren in: China
Familienstand: Single
Alter: 30
Beruf: Entwicklerin für künstliche Intelligenz (KI)
Stadt: Shanghai
Interessen: Sport, Kochen, neue Technologien

Shihan Wang lebt allein in einem Mittelklasse-Hochhaus mit Büro- und Wohneinheiten. Als führende KI-Entwicklerin arbeitet sie für eine bedeutende Immobilienfirma, die auch das Apartment gebaut hat, in dem sie lebt. Vor allem konzipiert und überwacht sie häusliche KI-Systeme, die für jeden Bewohner ein reibungsloses, geradezu „magisches“ Erlebnis schaffen.

Ihre tägliche Arbeit erledigt sie überwiegend mithilfe virtueller Realität (VR) – von zu Hause aus oder im Coworking Space des Gebäudes. Ihr fordernder Job lässt unter der Woche kaum Energie zum Kochen, sodass sie meist online bestellt oder sich eine schnelle Mahlzeit von ihrem Food Processor zubereiten lässt.

Um Abstand von ihrer doch sehr virtuellen Arbeitswelt zu gewinnen, legt sie daher am Wochenende Wert auf analoge Erfahrungen: Sie probiert gern neue Rezepte aus, die sie auf traditionelle Art zubereitet, und lädt ihre besten Freunde zum Probieren ein.

Technologien

Geräte für Augmented und Virtual Reality (AR, VR)
Alle transparenten Oberflächen wie Fenster, Brillen oder auch Kontaktlinsen lassen sich mit wenig Aufwand für die Unterstützung von Augmented Reality aufrüsten. Federleichte Virtual-Reality-Brillen finden sich in jedem Haushalt und werden zum zentralen Element für Arbeit und Freizeit.

Integrierte Nanotechnologie
Fast alle kommerziellen Produkte verfügen zukünftig über integrierte Nanotechnologie und bieten außergewöhnliche Funktionen und Vernetzungsmöglichkeiten.

Zentralisierte Haus-KI
Vernetzung und intelligente Eigenschaften werden zum Standard für alle Hausgeräte und erstrecken sich auf das gesamte Haus. Um die gewaltigen Datenmengen, die innen und außen generiert werden, sinnvoll zu nutzen, erhält jedes Haus seine eigene KI, die Anwendungen von Drittanbietern und den Einsatz von Robotern koordiniert.

Sprachsteuerung
Sprachsteuerung wird zur bevorzugten Form der Kommunikation mit Geräten und Anwendungen. Dank natürlicher Sprachverarbeitung ist der Unterschied zur zwischenmenschlichen Kommunikation kaum noch zu erkennen.

Smarte Projektoren
Alle Häuser haben kleine Projektoren und Kameras in jedem Raum. Jede Oberfläche kann zum Bildschirm oder zum Touch-Interface mit extrem hoher Auflösung werden. Ein Großteil der Innenausstattung wie Tapeten, Aquarien oder Bilder wird gänzlich digital.

Roboter
Nahezu jeder Haushalt wird Roboter für die unterschiedlichsten Aufgaben nutzen – zur Reinigung, als Telepräsenz oder einfach zur Gesellschaft. In ihren Bewegungen, ihrem Denken und Verstehen sind sie mit Menschen vergleichbar – oder sogar überlegen.

Claytronic-Stationen
Claytronic-Stationen erobern den Haushalt und machen Lagerräume und Reparaturwerkzeuge überflüssig: Aus amorphem, programmierbarem Material formen sie alles, was gerade benötigt wird.

Vollständig autarke Gebäude
Die meisten Menschen werden in großen, sich selbst versorgenden Wolkenkratzern leben, die ihre eigene Energie erzeugen, Wasser aus der Atmosphäre sammeln und in vertikalen Farmen Lebensmittel anbauen.

Wie Virtual Reality die Realität verbessern kann

Xiaojing Huangs Arbeit hat immer zwei Komponenten. Einerseits versucht sie, die Virtual oder Augmented Reality zu optimieren. Andererseits liegt ihr Hauptaugenmerk darauf, unsere reale Welt zu verbessern. „Schon jetzt“, sagt sie, „ist unser Leben virtueller geworden. Diese Technologien sind inzwischen großartige Hilfen im Alltag.“ Und sie werden in Zukunft immer wichtiger.

Xiaojing Huang, die als Spezialistin für User Experience stets versucht, die Technik den Menschen anzupassen, stellt sich etwa Implantate vor, die heutige Technologien wie Apples Siri oder Amazons Alexa ersetzen. In ihrer Vision werden diese Implantate zum alltäglichen Hilfsmittel, das im wahrsten Sinn des Wortes in unseren Körper eingebettet ist. „Wir werden sie ganz selbstverständlich als Erweiterung unserer Hände oder unserer Augen nutzen“, sagt sie.

So wie Xiaojing Huang es sieht, wird die Technik eine immense Hilfe sein. „In Zukunft werden sich die Menschen viel bewusster, wie viele Ressourcen, wie viel Energie und Raum sie verbrauchen. Durch neue Technologien werden wir viel Wasser sparen und können unseren Energieverbrauch überwachen. Wir werden Alltagsdinge wie Stühle, Geschirr oder Essen drucken. Was wir nicht regelmäßig nutzen, wird recycelt. Wir werden deutlich weniger kaufen, stattdessen stellen wir Gebrauchsgegenstände bei Bedarf ganz einfach selbst her oder leihen sie von anderen.“

Und hier kommt die zweite Komponente ins Spiel: „Überall spürt man einen starken Sog zurück zur Realität. Die Menschen wollen wieder ein authentisches Leben führen. Technik schenkt uns Zeit, in der wir kochen, uns treffen oder etwas erleben können. Die virtuelle Welt und das reale Leben befördern einander“, glaubt Xiaojing Huang. „Konsumenten werden verstärkt die Gesellschaft anderer suchen, Freunde einladen oder gemeinsam etwas unternehmen. Kochen ist perfekt dafür. Komm doch einfach heute Abend vorbei, lass uns gemeinsam etwas essen und schau dir meinen neuen Stuhl an, den ich designt habe – das hat übrigens auch etwas mit Status zu tun.“

Technik erlaubt uns, wieder einfach nur Mensch zu sein, eröffnet uns Freiräume. „Wir können diese nutzen, um mit realen Menschen zu interagieren und auch Kontakt zu denjenigen zu halten, die in anderen Städten wohnen.“ Ein Leben weit weg von der Familie ist kein rein chinesisches Problem, „das ‚Phänomen der Leere‘ wird in China aber immer akuter. Vor dem Hintergrund einer sich verändernden Bevölkerung – mit mehr Alten und weniger Kindern – drohen die Menschen zu vereinsamen. Dank Virtual Reality werden wir – wie Shihan – unsere Eltern anrufen oder sie virtuell besuchen können, ohne einen langen, teuren Flug buchen zu müssen.“

Xiaojing Huang ist eine Visionärin – eine anerkannte Expertin für Trends und ihrerseits Trendsetterin, wenn es um Designstrategien geht. Sie hat in Guangzhou und Berlin studiert und umfangreiche Erfahrungen in Produktstrategie, Service Design, Marken-DNA sowie in der Nutzer- und Trendforschung gesammelt. Als Strategy Director von Yang Design, der innovativsten Designagentur Chinas, leitet sie wichtige Strategieteams, z. B. für den Aufbau des User Experience Lab und des Service Design Lab. Sie entwickelt Designstrategien, um den Wert von Unternehmen in verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung zu steigern. Im Mittelpunkt der Arbeit von Yang Design steht „die Schaffung von perfekten Nutzererlebnissen (...) für lokale und internationale Marken“.
www.linkedin.com/in/xiaojing-huang-95160720/

Fotos in der Animation:
06:29, 06:35, 06:40, 08:15 (links, mittig), 08:30, 10:30 (rechts), 17:30 ©Shotshop; 06:30, 07:30, 08:00 (2), 08:15 (rechts), 10:30 (links), 11:00 (1), 11:00 (2), 16:00, 16:15, 17:00, 18:00, 20:00 ©Shutterstock; 08:00 (1) ©Nebia Inc.; 09:15, 10:30, 16:20, 17:35, 18:05 ©iStockphoto; 09:45 ©Stocksy; 19:30 ©Siemens; 17:35 ©Bosch

Media cart Kontakt Nach oben